ich, du, wir – füreinander – miteinander – Wir gestalten gemeinsam unser Lernzuhause!

Konzept zur innerschulischen Vernetzung

  1. Ausgangslage und Zielsetzung

Die ganzheitliche Förderung unserer Schüler*innen erfordert eine enge Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten. Um die Verzahnung zwischen dem Unterricht am Vormittag und der offenen Ganztagsbetreuung (OGS) am Nachmittag zu intensivieren, wird ein verbindliches Kooperationskonzept etabliert. Ziel ist es, die pädagogische Kontinuität zu stärken, gemeinsame Werte und Strukturen zu entwickeln sowie die Selbstregulation der Kinder als Schlüsselkonzept zu fördern.

  1. Strukturelle Maßnahmen zur Kooperation

2.1 Gemeinsamer Schuljahresauftakt

Zum Beginn jedes Schuljahres findet eine gemeinsame Auftaktkonferenz mit allen Mitarbeitenden aus Vor- und Nachmittag statt. Ein gemeinsames Frühstück dient als niedrigschwelliger Einstieg und stärkt die Teamgemeinschaft. Im Anschluss werden zentrale Vorhaben, gemeinsame Projekte und pädagogische Leitlinien erarbeitet und abgestimmt oder über pädagogische Neuerungen und Leitlinien informiert.

2.2 Zwei späte Gesamtkonferenzen pro Schuljahr

Um allen Mitarbeitenden eine gleichberechtigte Teilnahme zu ermöglichen, werden zwei Gesamtkonferenzen bewusst am Nachmittag (ab 16 Uhr) angesetzt. So können sowohl das Lehrerkollegium als auch die Mitarbeitenden der OGS partizipieren. Es werden gemeinsame pädagogische Themen bearbeitet.

  1. Kommunikation und Austausch

3.1 Kalender

Ein Teamkalender bildet die Grundlage für transparente Kommunikation. Der Kalender enthält:

  • Rituale der Klasse
  • Aufräum- Sitzkreismusik
  • Klassenliste
  • Tagesaktuelle (abweichende) Abholzeiten
  • Tagesaktuell die erkrankten Kinder
  • Ggf. besondere Vorkommnisse des Tages
  • Ggf. Ergebnisse der Teamsitzungen
  • Zuständigkeiten und Ansprechpartner

3.2 Regelmäßige Teamsitzungen

Jede Woche und fest im Stundenplan verankert findet eine Teamsitzung statt. Die Teilnehmer*innen wechseln dabei in einem festgelegten Turnus, so dass sowohl Klassenlehrerinnen und OGS-Gruppenleitungen als auch Sonderpädagoginnen und OGS-Gruppenleitungen gemeinsame Teamsitzungen haben. Inhalte dieser Teamsitzungen sind u.a. der Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder, organisatorische Absprachen und die Reflexion gemeinsamer Absprachen.

Ebenso gibt es einen wöchentlichen jour-fix auf Leitungsebne und Schulsozialarbeit. Die Leitung der OGS nimmt zudem an den Konferenzen des Lehrer*innenkollegiums teil und berichtet aus dem Nachmittag. Die Schulleiterin nimmt, je nach Möglichkeit, an den Teamsitzungen der OGS teil.

  1. Pädagogische Verzahnung im Schulalltag

4.1 Gemeinsame Projekttage und Ausflüge

Die jährlichen Projekttage sowie größere Ausflüge (z.B. Bubenheimer Spieleland) werden von Lehrkräften und OGS-Mitarbeitenden gemeinsam geplant, begleitet und durchgeführt. Diese Form der Zusammenarbeit fördert nicht nur Kontinuität im pädagogischen Handeln, sondern auch die persönliche Beziehung der Kinder zu allen Betreuungspersonen. Auch kleinere Ausflüge am Vormittag werden, wenn möglich, von den OGS-Mitarbeitenden des jeweiligen Teams begleitet.

Für die Mitarbeitenden der Schule finden immer wieder gemeinsame Aktivitäten (z.B. Buddy Bash) statt, um Kooperation- und Kommunikation in einem anderen Umfeld zu ermöglichen.

4.2 Gemeinsame Feste

Schulfeste wie das Sommerfest oder das Lichterfest werden gemeinschaftlich durchgeführt. Sie stärken das Wir-Gefühl in der gesamten Schulgemeinschaft und bieten Gelegenheit zur Partizipation aller Kinder, Eltern und Mitarbeitenden.

4.3 Begleitung der Lernzeit

Die Lehrkräfte, die in der Lernzeit eingesetzt sind, sprechen sich mit den OGS-Mitarbeiter*innen ab und fördern und/oder fordern einzelne Schüler*innen oder Kleingruppen während die OGS-Mitarbeiter*innen die Lerngruppe beim selbstregulierten Lernen begleitet. Der Entwicklungsstand der Schüler*innen und die Einteilung der Kinder in die Kompetenzstufen Erde, Mond und Sonne wird in den gemeinsamen Teamstunden besprochen.

4.4. Elternarbeit

Im Beschwerdemanagement der Schule wird darauf Wert gelegt, dass Klärungsbedarfe und/oder Konflikte zwischen den direkt betroffenen Personen besprochen werden, so dass Konflikte im Vormittag von den Lehrkräften und Konflikte im Nachmittag von den OGS-Mitarbeiter*innen geklärt werden. Bei massiven Regelverstößen kann es jedoch auch zu gemeinsamen Elterngespräche mit OGS und Lehrer*innen kommen, um den pädagogischen Schulterschluss zu zeigen. Ebenso nehmen die Gruppenleitungen bei Klassenkonferenzen mit Ordnungsmaßnahmen nach Schulgesetz §53 oder §54 als beratendes Mitglied teil.

Im SJ 25/26 findet der erste gemeinsame Eltern-Kind-Sprechtag mit dem Klassenteam statt.

  1. Räumliche Gestaltung und Teamkultur

5.1 Gemeinsamer Teamraum

Anstelle eines klassischen Lehrerzimmers wurde bewusst ein gemeinsamer Teamraum für Lehrkräfte und OGS-Mitarbeitende eingerichtet. Hier finden sowohl die Dienstbesprechungen und Konferenzen des Vormittags als auch die Teamsitzungen des Nachmittags statt. Er fungiert als zentraler Ort für Austausch, Erholung, gemeinsame Planung und Begegnung. Der Teamraum soll das Zusammenarbeiten auf Augenhöhe unterstützen und den Teamgedanken im Alltag sichtbar machen.

5.2 Nutzung der Räume (s. Raumkonzept)

Im Erdgeschoss sind die vier Gruppenräume der OGS untergebracht, wobei sich immer zwei Klassen einen Raum teilen. Im Vormittag werden diese Räume auch zur Förderung genutzt werden. Zudem nutzen auch die OGS-Mitarbeitenden die Klassenräume der jeweiligen Klasse und haben auch hier Platz für ihre Materialien. An den Türen finden sich die Teamschilder, auf denen das gesamte Team namentlich aufgeführt ist.

  1. Ausblick und Evaluation

Die Umsetzung des Konzepts wird jährlich evaluiert. Rückmeldungen aller Beteiligten fließen in die Weiterentwicklung ein. Perspektivisch sollen weiterhin Fortbildungsangebote zur Förderung kooperativer Lernformen sowie interprofessioneller Zusammenarbeit etabliert werden.