Konzept zur politischen Bildung in der GGS Astrid Lindgren
(Stand April 2026)
Demokratieerziehung bzw. politische Bildung ist ein essenzieller Bestandteil der schulischen Bildung, der darauf abzielt, Kinder zu mündigen und zu verantwortungs-bewussten Bürger*innen zu erziehen. An unserer Grundschule fördern wir aktiv die Teilhabe der Schüler*innen an Entscheidungsprozessen und stärken ihre sozialen Kompetenzen. Durch bestehende Strukturen wie die Kinderkonferenz/das Kinderparlament, den Orga-Club, Klassendienste und die schülergeführte Spieleausleihe bieten wir bereits zahlreiche Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Eigenverantwortung. Außerdem setzen sich die Schüler*innen am internationalen Antirassismus-Tag thematisch mit demokratischen Grundwerten auseinander.
Unsere Ziele der politischen Bildung sind:
– Förderung von Toleranz, Respekt und Empathie gegenüber anderen Meinungen und Perspektiven
– Stärkung des kritischen Denkens und der Fähigkeit, eigene Meinungen zu formulieren und zu vertreten
– Entwicklung von Teamfähigkeit und sozialer Verantwortung durch aktive Mitgestaltung des Schullebens
– Ermutigung zur aktiven Teilnahme an demokratischen Prozessen innerhalb und außerhalb der Schule
In unserem Schulalltag sind bereits folgende Strukturen verankert:
Klassenrat
In jeder Klasse findet einmal in der Woche der Klassenrat statt. Hier werden die Anliegen der Kinder besprochen (Wünsche, Ziele, Probleme). Es werden Konfliktsituationen geklärt und positive Erlebnisse gewürdigt. Allgemeine Anliegen der Lerngruppe werden hier an die Klassenvertretungen weitergegeben und in die Kinderkonferenz getragen.
Kinderkonferenz/Kinderparlament
Die Kinderkonferenz findet einmal monatlich statt. Die gewählten Vertreter*innen (Klassensprecher*innen) der einzelnen Klassen tagen mit drei Mitarbeiter*innen (Schulsozialarbeiter, Schulsozialpädagogin und Schulleitung). Hier haben die Schüler*innen die Möglichkeit, ihre Anliegen und Ideen zu präsentieren, über wichtige Themen abzustimmen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Die regelmäßigen Sitzungen fördern die Diskussion und das Verständnis für demokratische Entscheidungsprozesse. Zweimal im Schuljahr können auch nicht gewählte Schüler*innen in dem Kinderparlament ihre Interessen und Anliegen vortragen und zur Diskussion stellen.
Schüler*innengeführte Spieleausleihe:
Die Spieleausleihe wird von den Schüler*innen selbst organisiert und betrieben. Dies fördert nicht nur die Eigenverantwortung, sondern auch die sozialen Fähigkeiten, da die Schüler*innen lernen, wie sie gemeinsam Verantwortung übernehmen und Konflikte lösen können.
Klassendienste
Die Schüler*innen übernehmen verschiedene Dienste für ihre Klassengemeinschaft und tragen dadurch Verantwortung für diese. Die Kinder übernehmen z.B. die Moderation im Morgenkreis als „Kreispräsident*innen“, sind für Botengänge verantwortlich oder übernehmen das Austeilen von Arbeitsmaterialien.
Orga-Club
Im Orga-Club arbeiten die Schüler*innen selbstständig an Projekten, die die Belange der Schülerschaft betreffen. Dies stärkt nicht nur das Verantwortungsbewusstsein, sondern auch die Fähigkeit zur Teamarbeit und Organisation. Die Schüler*innen lernen, wie sie ihre Ideen in die Tat umsetzen können und welche Schritte notwendig sind, um Veränderungen herbeizuführen.
Logo-Zeit
Ab Klasse 3 werden in regelmäßigen Abständen oder in besonderen Zeiten die aktuellen Kindernachrichten auf dem Touchpanel geschaut und anschließend besprochen.
Kindermoderation bei Schulveranstaltungen
Die Moderation aller Jahreszeitensingen, die Einschulungsfeier und weitere Feste übernehmen Schüler*innen, die hierdurch lernen, vor einer Großgruppe zu reden.
Projekttag Internationaler Antirassismus-Tag
Am Internationalen Antirassismus-Tag setzen sich die Schüler*innen mit demokratischen Grundwerten wie Menschenwürde, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz auseinander. Durch künstlerisch-kreative Angebote, Lieder, Bücher, (Schreib-)Gespräche und Teilhabe an Demonstrationen werden diese Themen aufgegriffen und dafür sensibilisiert.


