ich, du, wir – füreinander – miteinander – Wir gestalten gemeinsam unser Lernzuhause!


Leitgedanken und Leben in der Astrid Lindgren Schule

Die Gemeinschaftsgrundschule Astrid Lindgren in der Borsigstraße in Ehrenfeld ist eine Grundschule mit einer langen Geschichte. Seit über hundert Jahren werden in dem Gebäude Kinder unterrichtet und auf das Leben vorbereitet. Sie ist ein fester Bestandteil des Stadtteiles und durch den Denkmalschutz an „Altes“ verankert. Und doch hat sich die Schule immer wieder verändert und weiterentwickelt.

Im Rahmen eines pädagogischen Ganztages mit dem pädagogischen Gesamtteam der Schule, zu dem neben den Lehrkräften und Mitarbeiter*innen des Offenen Ganztages auch die Schulsozialpädagoginnen, der Schulsozialarbeiter und die Inklusionsbegleiter*innen gehören, wurde im April 2024 der Leitgedanke der Schule überdacht. Als Grundgedanken wurden die drei Werte GEMEINSCHAFT, VIELFALT UND WERTSCHÄTZUNG verankert. Diese Werte werden gefüllt durch ein gleichberechtigtes und demokratisches Miteinander, einen offenen, kompetenzorientierten und anpassungsfähigen Unterricht sowie einer individuellen, inklusiven und empathischen Perspektive und Kommunikation. Als Leitbild wurde formuliert:

Der Masterplan Grundschule wird mit seinen Grundgedanken der individuellen Förderung beim ICH, Vielfalt als Bereicherung beim DU und des sozialen Miteinanders beim WIR berücksichtigt und dient der gesetzlichen Grundlage.

Um das ICH, das DU und das WIR zu fördern, zu stärken und zu schützen,

  • berücksichtigen die schulinternen Lehrpläne und das Leistungskonzept Individualität (ICH), Vielfalt als Bereicherung (DU) und Inklusion (WIR)
  • (s. Lehrplankonzept; Förder- und Forderkonzept; Konzept für SE)
  • wurden die Schulstrukturen verändert (s. Lernzeiten- und Raumnutzungskonzept)
  • verpflichten sich alle Erwachsenen der Schule zur Einhaltung des Kinderschutzkonzeptes (s. KSK)


Dabei stellen die drei im Schuljahr 2020/21 aufgestellten Regeln die Basis für das Für- und Miteinander dar. Es handelt sich hierbei um die:

  • Stoppregel (Wenn Stopp gesagt wird, höre ich mit meinem Tun auf)
  • Gesprächsregel (Wenn gesprochen wird, höre ich zu und lasse ausreden)
  • Respektregel (Es wird niemand und nichts beleidigt, verletzt oder ausgelacht/ ausgegrenzt)

Diese Regeln sind im Gesamtgebäude und im LOG-Buch visualisiert und werden zu Beginn eines jeden Schuljahres thematisiert. Kommt es zu Regelverletzungen, so werden diese besprochen und ggf. mit Hilfe eines Nachdenkzettels reflektiert. Um Konflikte, die auf der Erwachsenenebene (Eltern – Mitarbeiter*innen) geklärt werden müssen, sachlich zu bearbeiten, gibt es transparente Wege der Problemlösung (s. Beschwerdekonzept).

Die gemeinsame Gestaltung des Lernzuhauses stellt einen durchgängigen Prozess dar, der unterschiedliche Ebenen betrifft.

Das Lernzuhause besteht aus dem Haupthaus (s. Raumnutzungskonzept) mit den Lern- und Clubräumen, der Sporthalle, dem Kinderrestaurant in Trakt D und dem Außengelände. In allen Bereichen haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Arbeitsergebnisse und Meinungen öffentlich zu visualisieren. Dazu dienen im Treppenhaus Schaukästen.

Sowohl im Haupthaus als auch im Außengelände stehen den Kindern jederzeit Bewegungsangebote (Bewegungspfad, Bewegungskisten, Gleichgewichtskalender, Spielplatz, Spieleausleihe, Fuß- und Basketballareal) zur Verfügung. Ein Schulgarten wird von den Kindern mitgestaltet. Hinzu kommt ein grünes Klassenzimmer.

Kern des Lernzuhauses ist der Unterricht und die Freizeitgestaltung – also der gesamte Schultag, der aufgrund der Verzahnung zwischen Vor- und Nachmittag eine Ganzheit darstellt. Dabei wollen wir:

  • räumlich und zeitlich flexibel sein
    (s. Raumnutzungskonzept / keine Schulglocke)
  • selbstwählbare Möglichkeiten zur Entfaltung individueller Potentiale anbieten
    (s. Lernzeitenkonzept)
  • praxis- und projektbezogene Unterrichtsangebote schaffen, um Zusammenhänge und die Relevanz für den Alltag herzustellen
    (s. internes Curriculum)
  • den Kindern im Nachmittag Selbstlern- und Spielezeit ermöglichen und den Kindern ausreichend Zeit und Raum für ihre Kindheit zu geben
    (s. OGS-Konzept)

Viele Menschen und verschiedene Gruppierungen sind für diese Gestaltung verantwortlich.

Die Kinder als Hauptakteure des Lernzuhauses werden jeden Morgen am Schultor von Personen aus dem Leitungsteam begrüßt und willkommen geheißen. Partizipation ist einer der wichtigen Grundpfeiler in unserem täglichen Zusammensein. Sowohl im wöchentlichen Klassenrat als auch in der Kinderkonferenz, die einmal monatlich stattfindet, finden die Kinder demokratische Gremien, in denen sie gehört werden und das Lernzuhause mitgestalten können. Sie übernehmen durch den Toilettendienst und den Ausleihedienst Verantwortung für ihre Pause und ihre Bedürfnisse.

Das Mitarbeiter*innenteam, das aus Lehrer*innen, Sonder- und Sozialpädagog*innen, Fachkraft im MPT, OGS-Mitarbeiter*innen, Inklusionsbegleiter*innen, Schulsozialarbeiter, Ehrenamtler*innen, Logopäd*innen, Alltagshelferin, Sekretärin und Hausmeister sowie Serviceteam besteht, ist in einem ständigen Austausch innerhalb der einzelnen Expertisen. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Besprechungszeiten zwischen Leitungsebenen und den verschiedenen Professuren. Das päd. Personal hat neben den Lehrer*innenkonferenzen und den OGS-Teamzeiten dreimal jährlich eine gemeinsame päd. Konferenz sowie einen gemeinsamen päd. Ganztag (s. Fortbildungskonzept).

Die Eltern sind nach vorheriger Terminabsprache jederzeit willkommen. In den gemeinsamen Schulpflegschaften und der Schulkonferenz gestalten die gewählten Elternvertreter*innen den aktuellen Schuljahresablauf. Alle Elternteile haben die Möglichkeit, aktiv bei Festen (Sommer- und Lichterfest im Wechsel), Veranstaltungen (Einschulung, St. Martinszug u.ä.) und Aktionen (Herbstlauf, Müllaktion u.ä.) mitzuwirken. Ebenso sind sie in der Konzeptarbeit einbezogen und gestalten unter anderem das KSK mit.

Um sinnhaftes und optimales Lernen zu ermöglichen, ist es uns wichtig, dass die ALS ein Wohlfühlort für alle Beteiligten ist!